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OpenMycoNet · Wissenschaftliche Grundlagen

Quellennachweise & Erkenntnispfad

OpenMycoNet steht auf einem nachvollziehbaren wissenschaftlichen Fundament. Jeder Schritt unseres Erkenntnispfades — von der Mykorrhiza-Grundlagenforschung bis zur angewandten Citizen Science — ist durch publizierte Forschung belegt.

Transparenzhinweis: Nicht alle aufgeführten Arbeiten belegen die Ziele von OpenMycoNet direkt. Sie bilden das wissenschaftliche Fundament, auf dem unsere Fragen aufbauen — einschließlich kritischer Perspektiven. Wir messen, weil die Datenlage noch dünn ist, nicht weil alles bewiesen ist.
Wissenschaftlicher Erkenntnispfad
01
01 · Mykorrhiza
02
02 · Netzwerke
!
! · Kritik
03
03 · Elektr. Aktivität
04
04 · Messbarkeit
05
05 · KI-Muster
+
+ · Reize
06
06 · Citizen Science
01 Schritt 01 — Mykorrhiza & Netzwerke ▾
Mykorrhiza-Netzwerke können Pflanzen verbinden und Stoff- sowie Signalübertragungen ermöglichen. Wie häufig und ökologisch bedeutsam solche Prozesse unter natürlichen Feldbedingungen sind, ist Gegenstand laufender Forschung.
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! ! Kritische Perspektive — Wissenschaftliche Einordnung ▾
Nicht alle populären Behauptungen über das „Wood Wide Web" sind durch Feldstudien ausreichend belegt. OpenMycoNet bezieht diese Kritik ausdrücklich ein — sie ist ein Grund, warum wir messen.
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02 Schritt 02 — Elektrische Aktivität ▾
Bioelektrische Impulse im Myzel zeigen neuronale Charakteristika: Spiking-Muster, Signalausbreitung, nicht-lineare Eigenschaften.
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03 Schritt 03 — Messbarkeit, Sensorik & KI-Mustererkennung ▾
Andrew Adamatzkys Arbeiten untersuchen, ob Myzelsignale technisch nutzbar sind — als logische Gatter, als übertragbare Frequenzen und, in einem noch nicht peer-reviewten Ansatz, als Grundlage für eine KI-gestützte Schnittstelle.
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04 Schritt 04 — Citizen Science ▾
Citizen-Science-Plattformen wie iNaturalist und FunDive zeigen, dass verteilte Laienmessungen wissenschaftlich valide Daten liefern können, wenn Projekte geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen einsetzen. OpenMycoNet folgt diesem Modell für bioelektrische Signale.
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Schritt 01 — Mykorrhiza & Netzwerke
Pflanzen kommunizieren unterirdisch
Mykorrhiza-Netzwerke können Pflanzen verbinden und Stoff- sowie Signalübertragungen ermöglichen. Wie häufig und ökologisch bedeutsam solche Prozesse unter natürlichen Feldbedingungen sind, ist Gegenstand laufender Forschung.
01
Suzanne Simard – How Trees Talk to Each Other
TED Talk (2016) · Grundlagenwerk: Finding the Mother Tree, Knopf 2021
Populärwissenschaftliche Einordnung der Forschung zu Ressourcenaustausch über Mykorrhiza-Netzwerke – der Ausgangspunkt, der die Frage hinter OpenMycoNet aufgeworfen hat.
Populärwiss. Einordnung
Buch / TED ↗
02
Inter-plant communication through mycorrhizal networks mediates complex adaptive behaviour in plant communities
Simard et al. (2015) · AoB Plants · DOI 10.1093/aobpla/plv050 · Open Access
Fasst experimentelle Hinweise darauf zusammen, dass Mykorrhiza-Netzwerke physiologische und adaptive Reaktionen zwischen verbundenen Pflanzen beeinflussen können.
Review
PMC ↗
14
Functional diversity in arbuscular mycorrhizas: exploitation of soil patches with different phosphate enrichment differs among fungal species
Cavagnaro, Smith, Smith & Jakobsen (2005) · Plant, Cell & Environment 28, 642–650 · DOI 10.1111/j.1365-3040.2005.01310.x
Zeigt, dass das untersuchte arbuskuläre Mykorrhizamyzel seine Hyphenentwicklung und Phosphataufnahme räumlich an lokale Phosphatverfügbarkeit anpassen kann. Welcher Mechanismus diese räumliche Koordination vermittelt, untersucht die Studie nicht.
Ob elektrische Prozesse an solchen räumlich koordinierten Reaktionen beteiligt sein können, ist eine separate, offene Forschungsfrage.
Primärstudie
Wiley ↗
16
Global density and biomass of arbuscular mycorrhizal fungal networks
Stewart, Bisot, Cargill et al. (2026) · Science 392(6803), 1171–1176 · DOI 10.1126/science.adu4373
Erste globale Kartierung arbuskulärer Mykorrhiza-Netzwerke: rund 110 Billiarden Kilometer Hyphenlänge in den obersten 15 cm Boden weltweit, ~300 Megatonnen Biomasse – das 4- bis 6-Fache der menschlichen Biomasse. Veranschaulicht die globale Größenordnung der AMF-Hypheninfrastruktur, innerhalb derer OpenMycoNet lokale elektrische Aktivität an einzelnen Messorten untersucht – nicht ein einziges global zusammenhängendes Netzwerk.
Primärstudie
Science ↗
19
Global mycorrhizal plant distribution linked to terrestrial carbon stocks
Soudzilovskaia et al. (2019) · Nature Communications 10, 5077 · DOI 10.1038/s41467-019-13019-2 · Open Access
Zeigt, dass unterschiedliche Mykorrhizatypen (arbuskulär, ektomykorrhiza, ericoid) unterschiedlich stark mit langfristiger Kohlenstoffspeicherung im Boden korrelieren – ein Baustein für die Frage, was zwischen zwei Bodenproben eigentlich passiert.
Primärstudie
Nat. Commun. ↗
20
Root traits and mycorrhizal fungi mediate reactive N and warming impacts on soil organic carbon
Hu, S. et al. (2026) · Nature Communications 17, 3184 · DOI 10.1038/s41467-026-69301-7 · Open Access
Belegt experimentell, wie Umweltfaktoren (Stickstoffeintrag, Erwärmung) die Kohlenstoffdynamik zwischen Wurzeln, Mykorrhizapilzen und Boden verschieben können.
Primärstudie
Nat. Commun. ↗
21
Enhanced stabilisation of soil carbon via arbuscular mycorrhizal fungi and biochar
Mason, A.R.G. et al. (2025) · Scientific Reports 15, 39631 · DOI 10.1038/s41598-025-23219-0 · Open Access
Untersucht experimentell, wie Mykorrhizapilze pflanzlichen Kohlenstoff in stabilere Bodenfraktionen transferieren.
Primärstudie
Sci. Rep. ↗
32
Mycorrhizal mycelium as a global carbon pool
Hawkins, H.-J., Cargill, R.I.M., Van Nuland, M.E., Hagen, S.C., Field, K.J., Sheldrake, M., Soudzilovskaia, N.A. & Kiers, E.T. (2023) · Current Biology 33(11), R560–R573 · DOI 10.1016/j.cub.2023.02.027 · Open Access (CC BY-NC-ND 4.0)
Datensynthese aus 194 Datensätzen (61 Studien) und erste globale quantitative Schätzung des Kohlenstoffflusses von Pflanzen ins Mykorrhizamyzel: rund 13 Gt CO₂e pro Jahr, rechnerisch ~36 % der jährlichen fossilen CO₂-Emissionen. Die Zahl beschreibt eine jährliche Kohlenstoffzuteilung, keine dauerhafte Speicherung – wie lange dieser Kohlenstoff im Boden verbleibt, ist offen. Die Autoren benennen selbst deutliche methodische Unsicherheiten (Einzelzeitpunktmessungen, fehlende Daten aus Südostasien, Ozeanien und Afrika, große Streuung je Studientyp). Eigenständige, quantitative Arbeit zur Stofffluss-Frage – keine Aussage über Kommunikation zwischen Pflanzen im Sinne der populären „Wood Wide Web“-Erzählung.
Review / Metaanalyse
Curr. Biol. ↗
! Kritische Perspektive — Wissenschaftliche Einordnung
Was wirklich belegt ist — und was nicht
Nicht alle populären Behauptungen über das „Wood Wide Web" sind durch Feldstudien ausreichend belegt. OpenMycoNet bezieht diese Kritik ausdrücklich ein — sie ist ein Grund, warum wir messen.
11
Positive citation bias and overinterpreted results lead to misinformation on common mycorrhizal networks in forests
Karst, Jones & Hoeksema · Nature Ecology & Evolution 7, 501–511 (2023) · DOI 10.1038/s41559-023-01986-1
Kritischer Review zur Evidenz für Common Mycorrhizal Networks in Wäldern. Die Autoren unterscheiden zwischen der Existenz solcher Netzwerke und weitergehenden Aussagen über häufigen Ressourcen- oder Signaltransfer sowie daraus abgeleitete „Mother Tree"-Narrative.
Kritischer Review
Nature Ecol. ↗
12
Rethinking the "Wood Wide Web" – Gespräch mit Dr. Justine Karst
Many Minds Podcast · DISI · Oktober 2024 · Dr. Justine Karst, Universität Alberta
Zugängliche Einordnung der wissenschaftlichen Debatte für Nicht-Fachpublikum.
Populärwiss. Einordnung
Podcast ↗
18
Systematic mapping of experimental approaches to studying common mycorrhizal networks in arbuscular mycorrhiza
Lehmann & Rillig (2025) · Plants, People, Planet 7(4), 920–933 · DOI 10.1002/ppp3.10618 · Open Access
Bestätigt empirisch, was auf unserer Methodik-Seite dargelegt wird: In 123 ausgewerteten Studien waren nur 11,6% Feldstudien, und keine einzige Feldstudie erfüllte alle fünf Netzwerk-Kriterien für echte CMN-Effekte. Genau diese Lücke zwischen Labor und Feld ist die wissenschaftliche Begründung für OpenMycoNets Ansatz.
Review
Wiley ↗
23
Soil microbiome indicators can predict crop growth response to large-scale inoculation with arbuscular mycorrhizal fungi
Lutz, S. et al. (2023) · Nature Microbiology 8(12), 2277–2289 · DOI 10.1038/s41564-023-01520-w · Open Access (Author Correction 2024, DOI 10.1038/s41564-023-01577-7)
Feldstudie mit 54 On-Farm-Standorten zeigt: Der Erfolg von AMF-Inokulation ist im Feld hochvariabel (−12% bis +40% Ertragseffekt) und primär durch den Zustand des Boden-Mikrobioms vorhersagbar — nicht durch Nährstoffgabe. Unterstreicht, warum Laborergebnisse nicht direkt auf Feldbedingungen übertragbar sind.
Primärstudie
Nat. Microbiol. ↗
Schritt 02 — Elektrische Aktivität
Pilze senden messbare elektrische Signale
Bioelektrische Impulse im Myzel zeigen neuronale Charakteristika: Spiking-Muster, Signalausbreitung, nicht-lineare Eigenschaften.
03
Electrical signaling in fungi
Buffi et al. (2025) · FEMS Microbiology Reviews · DOI 10.1093/femsre/fuaf009 · PMC11995700
Fasst den aktuellen Forschungsstand zu elektrischer Aktivität in filamentösen Pilzen zusammen und diskutiert Evidenz, Messmethoden, mögliche Artefakte und offene Fragen.
Review
PMC ↗
04
The fungal grid – electrical signals and the Wood Wide Web hypothesis
Philip Hunter · PMC10157304 · Wissenschaftsjournalistische Einordnung
Wissenschaftsjournalistische Einordnung der Forschung und Debatte um Pilz- und Mykorrhiza-Netzwerke – nützlich zur Orientierung, aber keine Primärstudie.
Wissenschaftl. Einordnung
PMC ↗
13
Detection of electrical signals in fungal mycelia in response to external stimuli
Buffi et al. (2025) · iScience 28, 113484 · DOI 10.1016/j.isci.2025.113484 · Open Access
Eine methodisch besonders relevante Validierungsstudie zur elektrophysiologischen Messung an Pilzen. Sie nutzt unter anderem PCB-basierte Differenzelektroden, Abschirmung und Kontrollverfahren zur Verringerung möglicher Messartefakte – methodisch relevant für den BioComm-Ansatz.
Primärstudie
iScience ↗
15
Language of fungi derived from their electrical spiking activity
Adamatzky (2022) · Royal Society Open Science 9(4), 211926 · DOI 10.1098/rsos.211926 · Open Access
Analysiert gemessene elektrische Spike-Trains verschiedener Pilzarten auf wiederkehrende zeitliche Muster und untersucht unter einer Kommunikationshypothese, ob sich daraus sprachähnliche Strukturen beschreiben lassen. Die gemessene elektrische Aktivität ist ein Befund, die Deutung als „Pilzsprache“ eine analytische Interpretation, kein Nachweis.
Primärstudie / Interpretation
R. Soc. OS ↗
22
Fungal biohybrid robots controlled by mycelial electrical activity
Mishra, A.K. et al. (2024) · Science Robotics · DOI 10.1126/scirobotics.adk8019
Forscher der Cornell University und der Universität Florenz haben erstmals gezeigt, wie sich elektrische Signale aus Pilzmyzel (Kräuterseitling) über mehrere Wochen stabil aufzeichnen und zur Steuerung von Biohybrid-Robotern nutzen lassen. Die Studie unterstreicht das Potenzial bioelektrischer Signale aus Myzelnetzwerken für technische Anwendungen weit über die reine Messung hinaus.
Primärstudie
Sci. Robotics ↗
Schritt 03 — Vertiefung: Reize, Reaktionen, Ausbreitung
Wie Pilze auf Reize reagieren
Grundlage unseres Versuchsplans: Wie schnell reagiert Myzel auf Licht und elektrische Reize, wie weit tragen die Signale, und was zeigen Messungen im Freiland? Die Werte streuen stark zwischen den Arten – auch deshalb messen wir selbst.
24
Action potential-like activity found in fungal mycelia is sensitive to stimulation
Olsson, S. & Hansson, B. S. (1995) · Naturwissenschaften 82, 30–31 · DOI 10.1007/BF01167867
Frühe Messung aktionspotential-ähnlicher Signale in Pilzmyzel (Armillaria, Pleurotus); die Aktivität veränderte sich bei Reizen. Aus dieser Arbeit wird oft eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von etwa 0,5 mm/s zitiert.
Peer-reviewte Primärstudie
Naturwiss. ↗
25
Tuning electrical spiking of Schizophyllum commune with light
Browner, D., Adamatzky, A., Schunselaar, E., Wösten, H. & Ayres, P. (2023) · bioRxiv · DOI 10.1101/2023.09.26.559269
Die Spike-Frequenz von Schizophyllum commune folgt dem Takt von Licht an und aus. Antworten kamen nach Sekunden, bei Blaulicht (470 nm) nach etwa 24–58 s – allerdings bei sehr hohen Lichtstärken. Grundlage für die Lichtstufen unseres Versuchsplans.
Preprint
bioRxiv ↗
26
Blue light adaptation and desensitization of light signal transduction in Neurospora crassa
Schwerdtfeger, C. & Linden, H. (2001) · Molecular Microbiology 39, 1080–1087 · DOI 10.1046/j.1365-2958.2001.02306.x
Der Blaulichtrezeptor WC-1 von Neurospora gewöhnt sich an Licht (Photoadaptation) und wird vorübergehend unempfindlicher. Deshalb planen wir lange Dunkelpausen zwischen zwei Lichtreizen.
Peer-reviewte Primärstudie
Mol. Microbiol. ↗
27
Electrical frequency discrimination by fungi Pleurotus ostreatus
Przyczyna, D., Szaciłowski, K., Chiolerio, A. & Adamatzky, A. (2022) · BioSystems 222, 104797 · DOI 10.1016/j.biosystems.2022.104797
Myzel von Pleurotus ostreatus wurde mit langsamen Sinusspannungen (mHz-Bereich, Volt statt Millivolt) gereizt; das Netz formt die Signale nichtlinear um und kann Frequenzen unterscheiden. Zeigt die Größenordnung elektrischer Reize.
Peer-reviewte Primärstudie
BioSystems ↗
28
Propagation of electrical spike trains in substrates colonised by oyster fungi
Adamatzky, A. (2026) · Scientific Reports 16, 16332 · DOI 10.1038/s41598-026-47035-2
Spike-Züge wandern gerichtet durch ein von Austernpilzen besiedeltes Substrat, mit etwa 0,7 cm pro Minute (rund 40 cm pro Stunde). Grundlage für die Abstände unserer Messknoten.
Peer-reviewte Primärstudie
Sci. Rep. ↗
29
Electrical potentials in the ectomycorrhizal fungus Laccaria bicolor after a rainfall event
Fukasawa, Y., Akai, D., Ushio, M. & Takehi, T. (2023) · Fungal Ecology 63, 101229 · DOI 10.1016/j.funeco.2023.101229
Feldmessung an Fruchtkörpern von Laccaria bicolor: Nach Regen schwankte das elektrische Potential um bis über 100 mV, mit Signalfluss zwischen nahe beieinander stehenden Fruchtkörpern. Regen ist selbst ein starker Reiz.
Peer-reviewte Primärstudie
Fungal Ecol. ↗
30
Electrical integrity and week-long oscillation in fungal mycelia
Fukasawa, Y., Akai, D., Takehi, T. & Osada, Y. (2024) · Scientific Reports 14, 15601 · DOI 10.1038/s41598-024-66223-6
Über mehr als 100 Tage gemessen: Signale flossen gerichtet von der Nahrungsquelle weg, später traten Schwingungen mit etwa einer Woche Periode auf – die längste bisher bei Pilzen beschriebene.
Peer-reviewte Primärstudie
Sci. Rep. ↗
31
Electrical information flows across the sporocarps of two ectomycorrhizal fungi in the field
Fukasawa, Y., Akai, D., Takehi, T., Takahashi, D. & Osada, Y. (2026) · Scientific Reports 16, 12397 · DOI 10.1038/s41598-026-42673-y
Untersucht elektrische Informationsflüsse zwischen Fruchtkörpern zweier Ektomykorrhizapilze direkt im Freiland – also unter ähnlichen Bedingungen, wie OpenMycoNet misst.
Peer-reviewte Primärstudie
Sci. Rep. ↗
Kontext — Populärwissenschaft
Das Buch, das alles zusammenfasst
Merlin Sheldrakes Standardwerk vermittelt die biologische Komplexität von Pilzorganismen einem breiten Publikum — ohne die Wissenschaft zu vereinfachen.
08
Entangled Life – Merlin Sheldrake
Random House 2020 · ISBN 978-0525510314 · Dt.: Verwobenes Leben, Ullstein 2021
Empfohlene Lektüre für neue OpenMycoNet-Mitglieder ohne Fachhintergrund.
Populärwiss. Sachbuch
Buch ↗
Schritt 04 — Citizen Science
Wissenschaft durch kollektive Beobachtung
Citizen-Science-Plattformen wie iNaturalist und FunDive zeigen, dass verteilte Laienmessungen wissenschaftlich valide Daten liefern können, wenn Projekte geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen einsetzen. OpenMycoNet folgt diesem Modell für bioelektrische Signale.
09
State-of-the-Art of iNaturalist as a Source of Data on Ukrainian Fungi
Prylutskyi & Kapets (2024) · Citizen Science: Theory and Practice · DOI 10.5334/cstp.717
Zeigt das große Potenzial von iNaturalist für Pilzdaten, diskutiert aber zugleich Identifikationsunsicherheit, räumliche und taxonomische Verzerrungen sowie die Bedeutung fachlicher Beteiligung.
Citizen-Science-Fallstudie
Journal ↗
10
FunDive – Citizen Science für Pilzbiodiversität
citizenscience.eu · Vergleichsprojekt im Bereich mykologische Bürgerwissenschaft
Praxisbeispiel dafür, wie großräumige Pilz-Citizen-Science mit standardisierten Protokollen sowie fachlicher und molekularer Validierung kombiniert werden kann – ein methodisches Vorbild, aber kein allgemeiner Beweis, dass jede Citizen-Science-Datenerhebung automatisch wissenschaftlich valide ist.
Praxis-/Projektbeispiel
CS Platform ↗
17
Assessing data quality in citizen science
Kosmala, Wiggins, Swanson & Simmons (2016) · Frontiers in Ecology and the Environment 14(10), 551–560 · DOI 10.1002/fee.1436
Zeigt anhand zahlreicher Citizen-Science-Projekte, dass hohe Datenqualität erreichbar ist, wenn Projekte geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen einsetzen: iterative Projektentwicklung, Freiwilligen-Schulung, Expertenvalidierung, Mehrfachbeobachtung und statistische Fehlermodellierung. Methodische Grundlage für OpenMycoNets Kombination aus breiter Beteiligung und gezielt eingebundener Fachexpertise.
Review / Methodenübersicht
Front. Ecol. ↗