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ℹ️ Hinweis: Die Bilder in diesen Beiträgen sind KI-generiert.

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Was wäre wenn – ein Gedankenexperiment – Folge 4

18.09.2026 · de

Die beschriebenen Anwendungen sind nicht nachgewiesen. Diese Reihe fragt, was möglich werden könnte, falls zukünftige Messdaten reproduzierbare Zusammenhänge zeigen.


Eine kranke Pflanze sieht nicht vom ersten Moment an krank aus.

Bis Blätter ihre Farbe verändern, Wachstum ausbleibt oder Schäden deutlich sichtbar werden, können im Organismus und in seiner unmittelbaren Umgebung längst Veränderungen stattgefunden haben.


Aber passiert dabei auch etwas, das wir elektrisch messen können?


Pflanzenwurzeln stehen nicht für sich allein im Boden. Viele sind mit Mykorrhizapilzen verbunden. Dazu kommen Bakterien, andere Pilze und zahlreiche weitere Organismen. Es ist ein biologisches System, in dem ständig etwas geschieht.

Wenn eine Pflanze unter Stress gerät, verändert sich dieses System. Ursache können Krankheitserreger oder Schädlinge sein, aber ebenso Trockenheit, Nährstoffmangel oder andere Veränderungen ihrer Umgebung.

Das bedeutet noch lange nicht, dass ein Mykorrhizanetz uns mitteilt:

„Baum Nummer 17 hat einen Borkenkäfer.“

oder

“Hilfe, ich habe Phosphormangel"

So einfach wird es vermutlich nicht sein.

Interessant wäre etwas anderes.

Angenommen, bestimmte Belastungen einer Pflanze gehen immer wieder mit Veränderungen der elektrischen Aktivität im verbundenen Pilznetzwerk einher. Nicht einmal, nicht nur bei einer Pflanze und nicht nur unter Laborbedingungen.


Dann hätten wir zunächst einmal ein Muster. Noch keine Diagnose.


Jetzt müsste geprüft werden, ob dieses Muster tatsächlich mit der Belastung zusammenhängt. Und anschließend, ob sich unterschiedliche Ursachen überhaupt voneinander unterscheiden lassen.

Trockenheit kann eine Pflanze belasten. Ein Pilzbefall ebenfalls. Fraßschäden, Nährstoffmangel oder Verletzungen auch.

Vielleicht sehen die elektrischen Veränderungen jedes Mal anders aus.

Vielleicht auch nicht.

Genau das müssten Messungen zeigen.

Wenn sich bestimmte Muster jedoch über viele Versuche und unter unterschiedlichen Bedingungen wiederholen, könnte daraus irgendwann ein Frühwarnsystem entstehen.

Nicht eines, das Krankheiten aus einer einzelnen Spannungskurve diagnostiziert. Sondern eines, das sagt:


Hier hat sich etwas verändert. Schau genauer hin.


Für Landwirtschaft oder Forstwirtschaft könnte bereits das interessant sein. Man müsste nicht warten, bis eine Veränderung groß genug geworden ist, um sie mit bloßem Auge zu erkennen.

BioComm könnte dafür elektrische Aktivität zusammen mit Umweltparametern über längere Zeit beobachten. Treten Auffälligkeiten auf, müssten sie mit dem tatsächlichen Zustand von Pflanze, Pilz und Boden verglichen werden.

Erst aus vielen solcher Vergleiche könnte sich zeigen, ob wir tatsächlich etwas erkennen – oder nur Rauschen für ein Signal gehalten haben.


Beides müssen wir auseinanderhalten können.


Und falls das gelingt?


Was wäre, wenn ein Problem im Boden oder an einer Pflanze schon messbar wäre, bevor wir überhaupt wissen, dass wir danach suchen sollten?

#Gedankenexperiment